
Was tun im Sommer und im Herbst?
Wenn die Tage länger werden und die Eisheiligen ihrem Namen wieder alle Ehre gemacht haben, wärmen sich langsam auch die Seen im Flachland auf. Nun beginnt die harte Jahreszeit für alle Eisbader. Was tun im Sommer und im Herbst? Die tägliche kalte Dusche ist ok, doch ein Bad im See ersetzt sie nicht. Die Suche nach kaltem Wasser geht los: In den Bergen liegt noch zu viel Schnee, die Hochgebirgsseen fallen im Frühjahr also weg. Doch die Bäche und Wasserfälle, die von diesen Bergseen und dem Schmelzwasser gespeist werden, bieten sich an. Also ab in die Landquart, die Muotha oder die Töss.
In manchen dieser Gewässer bleiben die Wassertemperaturen das ganze Jahr über im einstelligen Bereich. Wenn es im Frühsommer dann wärmer wird und die Berge auch ohne Felle begehbar werden, geht die Suche nach den Bergseen los. Viele von ihnen sind immer noch gefroren, wenn unten im Tal schon alles üppig wächst und gedeiht. Also Schaufel und Axt nicht vergessen.Die meisten dieser Bergseen sind jedoch relativ klein, und sobald die Junisonne den Schnee und das Eis geschmolzen hat, steigen auch dort die Wassertemperaturen oft in den zweistelligen Bereich. Also noch höher hinauf, wo es in der Nacht im Schutz der Berge noch um den Gefrierpunkt sein kann. Und so kommen dann schliesslich im Hochsommer die Gletscherseen ins Spiel.
Je nach Grösse der Gletscher bleiben diese Seen den ganzen Sommer und Herbst über eisig, was bei sommerlichen Lufttemperaturen zuweilen anspruchsvoll sein kann für den Körper, zumal ja schon die Wanderung zu diesen entlegenen Badestätten oft kräfteraubend und schweisstreibend ist.
Im Herbst bleibt dann in der Regel nicht mehr viel ‚Gefrorenes‘ übrig. Die wenigen zugänglichen unterirdischen Gewässer sind wohl immer kalt, doch vielen nicht geheuer, und so bleiben beim Warten auf den nächsten arktischen Winter nur die Glacebox und die kalte Dusche.
Der nächste Winter – ob arktisch oder nicht – kommt immer.